Narrenzunft Mühlenbach

Mühlenbacher Narrenzeit


erstes Häs

Das erste Häs ....

Am 15. November 1980 fand im Gasthaus "Zum Ochsen" eine Versammlung der "Narrenzunft Mühlenbach e. V." statt. Zweck der Versammlung war, die Neugegründete Narrenzunft und ihr Häs vorzustellen. Gleichzeitig sollten Mitglieder in den Verein geworben, aufgenommen und Häs bestellt werden.

In nahezu einjähriger Arbeit hat der Elferrat unter Mithilfe von Bildhauer Michael W. Huber aus Oberkirch, der die Masken fertigte, der Schneiderin Afra Uhl, welche die Häs nähte, August Keller als Stockmacher, die für die Zeichnungen, bzw. Entwürfe verantwortlichen Stefanie Putzke und die als Berater fungierenden Familie Schnurr, zwei Mühlenbacher Fasnachtsfiguren, "Kleiekotzer" und "Müllermichele", zum Leben erweckt. Auf die Wirkung des Publikums war man sehr gespannt.

Das Häs "Müllermichele", vorgestellt wurden Kinder- und Erwachsenenhäs, mit Zipfelmütze, Mehlsack und einer blau-weiß gestreiften Bluse mit Stehbündchen, einer geigen Überfallhose und schwarze Stiefel ist besonders lustig in seiner Art und hat wegen seines fröhlichen Gesichtsausdruckes gefallen.

Imponiert hat beim "Kleiekotzer" die ungemein wuchtige Gestalt, die über und über mit Hanfzotteln überzogen ist und die freundlich, dämonenhaft wirkende Maske mit ihrem Kleiekäner. Das Schuhwerk des "Kleiekotzers" waren Strohschuhe. Der Hanf, aus dem der Anzug gefertigt war, wurde kurze Zeit später, wegen der leichte Entzündung und dem Hanfausfall, durch Kunstfelle ersetzt.
Als "drittes Bein" führten die "neusten Bürger" Mühlenbachs einem kräftigen, gedrechselten Stock mit sich, unter dessen Knauf sich ein nachgebildetes Mühlrad bewegen lässt, der als drehbares Element eingebaut ist.

An diesem Abend wurden viele neue Mitglieder in den Verein aufgenommen und manche Häsbestellung getätigt.

 

erstes häs